Der Zusammenhang zwischen Macht und Demokratie wird am Beispiel der Diskussion zu einem neuen Grundsatzprogramm der CDU untersucht. Es wird gezeigt, wer den Prozess der Meinungsbildung organisierte, wie er ablief und welche Konsequenzen dies für die programmatischen Aussagen und für die Aufgabenerfüllung einer politischen Partei hatte. Dazu wird herausgearbeitet, wie das Parteiverständnis der Agenten die Verfahrenswahl bestimmte und wie über die Organisation der Meinungsbildung die Inhalte determiniert wurden. Abschließend wird darauf eingegangen, wie Parteien ihre Aufgaben, die gesellschaftlichen Probleme rechtzeitig zu erkennen und die notwendigen Entscheidungen durch konsensgetragene Lösungsvorschläge vorzubereiten, lösen können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2001
Für Karl-Rudolf Korte hat die Autorin eine Lücke in der Parteienforschung geschlossen, auch wenn Korte ansonsten nicht allen Schlussfolgerungen der Wissenschaftlerin zustimmen mag. Bewundernswert ihr intensives Studium der Sitzungsprotokolle und Kommissionsakten, die zu einer Neuformulierung eines politischen Grundsatzprogramms dazugehören; fraglich dagegen ihr wissenschaftliches Verständnis von Parteien, wonach Parteiprogrammen eine gesellschaftliche Steuerungsfunktion zugesprochen wird. Diesbezüglich habe die CDU ihre Chance verpasst, schreibt der Rezensent, meint aber, dass dies das Idealbild einer Partei wäre, dem keine gerecht werden könnte. Seiner Meinung nach hat die Arbeit einer Grundsatzkommission mehr "Innen- als Außeneffekt", dient zur Mobilisierung der Basis. Doch auch diesbezüglich trifft die Autorin eine Aussage, wie Korte an anderer Stelle schreibt: Helmut Kohl habe den Arbeitsstab für ein neues Grundsatzprogramm funktionalisiert. Von innerparteilicher Demokratie also keine Spur.
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