Mit einem Vorwort von Ben Segenreich und Danielle Spera. Israel gilt als fortschrittlicher, westlicher Staat, in dem die Frauen von Anfang an den Männern offiziell gleichgestellt sind, sei es in den Kibbuzim, im öffentlichen Dienst oder in der Armee. Doch in vielen ethnischen und religiösen Gruppen gelten trotz aller Modernisierungen nach wie vor Beschränkungen und Benachteiligungen wie vor hunderten Jahren. Besonders die Frauen sind hier gefordert, ihren eigenen Weg zwischen Traditionen und Moderne zu finden. Im Blick auf die unterschiedlichen Rollen, die Frauen in Israel einnehmen, werden die Bruchlinien, Konflikte und Entwicklungstendenzen der israelischen Gesellschaft besonders deutlich. In persönlichen Porträts präsentiert Daniela Segenreich die vielen bunten Facetten Israels anhand beispielhafter, starker und engagierter Frauen, die aus ihrem Leben erzählen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.01.2015
Daniela Segenreichs Porträts in "Zwischen Kamelwolle und Hightech" könnte helfen, gängige eindimensionale Vorstellungen über die Lebensverhältnisse von Frauen in Israel zu korrigieren, freut sich Carsten Hueck. Die diversen Lebensläufe - eine orthodox-jüdische Archäologin mit schwarzem Gürtel in Karate und Hijab, beduinische, arabische Unternehmerinnen und Militärs sind zum Beispiel vertreten, verrät der Rezensent - demonstrieren die vielfältigen "Entwicklungsmöglichkeiten weiblicher Identität zwischen Tradition und Moderne", erklärt Hueck.
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