Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.02.2003
Rezensentin Ruth Jung zeigt sich recht angetan von dem von Dario Azzellini herausgegebenen Sammelband "Genua. Italien, Geschichte, Perspektiven." Azzellini schildert darin nach Angaben Jungs die Geschichte der linken Bewegungen in Italien vor Genua. In den siebziger Jahren sei Italien ein "Versuchslabor" außerparlamentarischer linker Politik gewesen. Nach Auffassung Azzellinis könnte sich in Zeiten der Globalisierung die Geschichte wiederholen. Jung hebt hervor, dass Azzellini die "beklemmende Geschichte" einer italienischen Besonderheit wie der "Strategie der Spannung", mittels derer in den siebziger Jahren das innenpolitische System destabilisiert, linke Bewegungen zerschlagen und eine Atmosphäre des Terrors geschaffen worden waren, "kenntnisreich" in Erinnerung bringe. Auch wenn manche Holprigkeit in den Übersetzungen und Schreibfehler das Lesevergnügen etwas schmälern, ist Azzellinis Band als erste Bestandsaufnahme außerparlamentarischer Bewegungen in Italien nach Ansicht Jungs "unbedingt zu empfehlen".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…