Andreas Fischer-Lescano, Kolja Möller

Der Kampf um globale soziale Rechte

Zart wäre das Gröbste
Cover: Der Kampf um globale soziale Rechte
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783803136411
Kartoniert, 96 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Mit diesem Buch findet der Protest ein theoretisches Fundament. Fischer-Lescano und Möller schreiben an gegen die wachsende soziale Ungleichheit und irreparable ökologische Schäden. Angesichts von Hunger, Flüchtlingsströmen, Klimakatastrophen und der Verelendung weiter Teile der Weltbevölkerung sind Antworten jenseits des Nationalstaats dringend erforderlich. Die Autoren zeigen eine Vielzahl konkreter Anknüpfungspunkte im Recht der Weltgesellschaft auf, um die neoliberale Globalisierung zu überwinden.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 23.06.2012

Interessant findet Ulrike Winkelmann dieses Buch der Bremer Staatsrechtler Andreas Fischer-Lescano und Kolja Möller. Die Autoren legen ihr überzeugend dar, dass das globale Recht bisher vor allem von den großen multinationalen Konzernen benutzt wurde, um ihre Interessen durchzusetzen. Demgegenüber plädieren Fischer-Lescano und Möller dafür, die globalen rechtlichen Gegebenheiten neu zu justieren. Insbesondere müssten auch andere Rechtsinstitutionen als die Rechtsabteilungen der Konzerne die Möglichkeiten des Rechts zugunsten von bislang eher rechtlosen Akteuren wie Landarbeitern, Kleinhändlern, versklavten Freuen. Diese Ideen scheinen Winkelmann begrüßenswert. Allerdings fällt ihres Erachtens ein wenig unter den Tisch, wer denn für die globalen sozialen Rechte kämpfen soll, zumal die Autoren dies den nationalen Parlamenten nicht mehr zutrauen.

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