Hier werden nicht nur die kanonischen Schriften des Neuen Testaments geboten, sondern auch all die anderen, die bis zum Jahr 200 n. Chr. entstanden sind. Die Reihenfolge orientiert sich am Entstehungsdatum der Texte. Den einzelnen Texten sind Kommentare vorangestellt, die die Entstehungsgeschichte, die theologiegeschichtliche Bedeutung und die Wirkungsgeschichte erläutern. In den Fußnoten werden Sacherläuterungen und Übersetzungsalternativen gegeben. Übersetzung und Kommentare sind von Klaus Berger, seit 1974 Professor für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg und Christiane Nord, seit 1996 Professorin für Übersetzungswissenschaft an der Fachhochschule Magdeburg.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Christian Schuler, der Klaus Bergers populärwissenschaftliche theologische Werke eigentlich schätzt, bleibt bei dieser Neuübersetzung des Neuen Testaments und einiger apokrypher Schriften äußerst skeptisch. Der "Funktionalismus" - die neueste Theorie in der Übersetzungswissenschaft - leuchtet ihm hier überhaupt nicht ein. Er besteht nach Schulers Erläuterung im wesentlichen darin, dass das Deutsch aktualisiert werde, und mehr noch, dass unverständliche Brüche im Original durch für den Leser nicht kenntlich gemachte Zusätze überbrückt werden. Im einzelnen hört sich das so an: Wo es in der Luther-Übersetzung heißt "Euer Gold und Silber ist verrostet, und sein Rost wird euch zum Zeugnis sein und wird euer Fleisch fressen wie ein Feuer", schreiben Berger und seine Mitübersetzerin Christiane Nord "Euer Gold und Silber sind oxidiert, und die Reste werden euch anklagen und euer Fleisch zerfressen wie Feuer". Schuler kann sich nicht helfen: Das ist "hölzerne Faktenprosa".
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