Aus dem Englischen von Götz Burghardt. Mit einem Vorwort von Montserrat Caballe. Maria Kalogeropoulos, die schüchterne, dickliche und kurzsichtige Tochter griechischer Einwanderer in New York, ist das Urbild des hässlichen Entleins, das sich durch pure Willenskraft und innere Überzeugung zum Schwan wandelt. Ihr außergewöhnliches Talent, ihre Arbeitswut, ein unersättlicher Hunger nach Anerkennung und künstlerischer Wahrhaftigkeit machten aus ihr die größte Operndiva des 20. Jahrhunderts. David Bret zeichnet mit einer Fülle von Details, Anekdoten und immer noch unbekanntem Material den Weg und die Stationen eines absoluten Profis nach, er lässt die Diva auferstehen, deren Wutanfälle und Vertragsbrüche nicht weniger zur Sensation wurden als ihre Auftritte, die "Ikone", zu der sie sich selbst für ihre "Callas Boys" stilisierte, die Frau, die es darauf abgesehen hatte, homosexuelle Männer zu "bekehren", und er lässt die tragischen Seiten der Verführerin aufscheinen, die an ihrer großen Liebe zugrunde ging, Aristoteles Onassis.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.12.2000
Kein gutes Haar lässt Jürgen Kesting an diesem Band. Es sei eine "Lebensakte der Schlüssellochblicke und Schnüffeleien, der genüsslich ausgebreiteten Infamien und Innuendi, der zotigen Anekdoten". Wirkliches Interesse an der Person ist nach Ansicht des Rezensenten hier nirgends zu erkennen. Dazu kommt eine nach Kesting "unverschämte" musikwissenschaftliche Unkenntnis. Namen von Sängern, Opern und Arien werden falsch geschrieben, und einige Beschreibungen und Urteile findet der Rezensent geradezu "hanebüchen" (wofür er auch einige Beispiele aufführt). Und als ob dies noch nicht genug wäre, so hat die Übersetzung von Götz Burghardt noch einiges verschlimmert, stöhnt Kesting. Namen werden mal so, mal so geschrieben (auch hierfür hat der Rezensent etliche Beispiele parat), und die Unkenntnis über die Materie führe bisweilen zu "nachgerade komischen Entstellungen".
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