'Aus dem Amerikanischen von Thomas Pfeiffer und Heike Schlatterer. Die Lebensgeschichte Dee Hocks, der als sechstes Kind eines Landarbeiters in Utah aufwuchs, ist mehr als eine amerikanische Erfolgsstory. Heute zählt der Gründer und ehemalige Chief Executive Officer (CEO) von Visa zu den erfolgreichsten Unternehmensführern unserer Zeit. Als Globalisierung für viele noch ein Fremdwort war, machte er VISA-Card zur ersten global operierenden Wirtschaftsorganisation. In diesem Buch führt Dee Hock aus, daß traditionelle Organisationsformen nicht mehr funktionieren können, weil Technologie, Handel und Gesellschaft zu komplex geworden sind. An Stelle des Unternehmenstyps, wie ihn das Industriezeitalter hervorgebracht hatte, plädiert er für eine neue organisatorische Form. Sie heißt "chaordisch" und verbindet gleichermaßen die Prinzipien von Chaos und Ordnung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.01.2002
Peter Felixberger ist von dem Buch des Visa-Gründers, Dee Hock, ganz und gar positiv überrascht. In der Regel versprächen autobiografische Lebensbeschreibungen von Wirtschaftsbossen nichts Gutes, aber Hock sei hier etwas Besonderes gelungen. Er hat zwei Bücher in einem geschrieben. Textpassagen über sein Leben seien anders gesetzt als Passagen über seine Reflexionen, so dass der Leser klar wisse, worauf er sich einlasse, berichtet der Rezensent. Hocks tiefergehende Betrachtungen findet Felixberger wesentlich lesenswerter als den "etwas langatmigen" Rückblick auf sein Leben. Hocks "Hintergrundgedanken" kreisen um das Konzept einer "chaordischen Organisation", einen neuen Unternehmenstyp, der nachhaltiger wirtschaftet, Kooperation und Konkurrenz verbindet und sich in einem ständigen Lernprozess befindet, berichtet der Rezensent, dem dieser Ansatz offensichtlich zu gefallen scheint.
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