Aus dem Englischen von Susanne Held. Unsere Welt wird beherrscht von Zahlen, erzeugt in den Buchführungskonten von Nationen und Konzernen. Diese Zahlen bestimmen das Handeln unserer Regierungen und Volkswirtschaften. Aber wo kommen sie her - und wie konnten sie so mächtig werden? Erst die doppelte Buchführung ermöglichte die wirtschaftlich-kulturelle Blüte der Renaissance, und begründete zugleich eine neue wissenschaftliche Weltsicht und schließlich den Kapitalismus unserer Tage. Erst aus ihr entwickelte sich die Möglichkeit, ganze Staaten zu bewerten. Gleeson- White zeigt, wie sehr die doppelte Buchführung seit 500 Jahren unser Denken weit über ökonomisches Handeln hinaus prägt. Diese Entwicklung ist fatal, weil wir die wahren Gesamtkosten - inklusive Zerstörung unserer Umwelt und soziale Kosten - nicht in unser Handeln mit einbeziehen. Ein Plädoyer für ein neues Denken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.07.2015
Nichts gegen ein unterhaltsames Sachbuch, meint Thomas Steinfeld, aber Jane Gleesons Spekulationen über den Zusammenhang von Kapitalismus und doppelter Buchführung findet er geradezu esoterisch in der Beweisführung. Die Marktwirtschaft soll auf die Bilanzierungstechnik zurückgehen? Da könne man mit gleichem Recht behaupten, "das Automobil sei aus der Straßenverkehrsordnung hervorgegangen", ätzt der Rezensent. Die Hauptfehler der australischen Publizistin erkennt Steinfeld, wie er so ausführlich wie schonungslos darlegt, in begrifflicher Ungenauigkeit, unsauberer Argumentation und historischer Unkenntnis.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2015
Werner Plumpe lässt sich die ökonomisch rationale Betrachtung der Welt im Dienst wirtschaftlichen Handelns nicht madig machen. Schon gar nicht von Jane Gleeson-White, die in ihrem Buch laut Rezensent nicht nur eine "durchsichtige" These vertritt, sondern diese auch noch fehlerhaft, ungenau und selektiv begründet, wie Plumpe moniert. Vor allem die einseitige Argumentation der Autorin bringt Plumpe auf. Für ihn steht fest: Nicht die Buchführung ist der Volkswirtschaften Tod, sondern die steile Behauptung ist der Tod des Sachbuches.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…