Fast die Hälfte des weltweiten Vermögens liegt in den Händen einer Clique von Millionären und Milliardären. Das ist Fakt. Während sich andere durchs Leben hartzen, blasen diese Seligen zur Großwildjagd in Namibia, kaufen Karibikinseln und koksen in Saint-Tropez. Das ist Klischee. Sie saugen uns aus wie Vampire, kriechen durch jedes Steuerschlupfloch und schlafen mit der Moral, spart Wasser, trinkt Champagner! Das ist Polemik. Doch wie sind sie wirklich, die Erben und die Selfmades, die Adligen und die Jetsetter, die Parvenus und die Playboys? Was macht Reichtum mit dem Kopf und mit dem Herzen? Welche Rolle spielt Geld, wenn Geld keine Rolle spielt?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.04.2015
Etwas zu viel des Guten, das Gefühl hat Johann Osel beim Lesen von Dennis Gastmanns Recherche über Reiche und das Leben zwischen Cannes und Katar, auf Luxusjachten und bei Luxusmessen. Allein, der Autor hat ein Problem, wie Osel schildert: Kaum ein Jetsetter möchte mit ihm über die Untiefen des Reichtums sprechen. Was der Autor immerhin an unerhörten Schnurren zusammenträgt vom Sachssohn Rolf oder dem ewigen Playboy Rolf Eden, reicht laut Rezensent nicht für eine ordentliche sozialkritische Reportage. Möglicherweise verfügt der Autor aber auch nicht über die nötige große These. Wie Sachs, Eden und Co. nun einzuschätzen ist, bleibt dem Rezensenten überlassen.
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