Zur Bekämpfung der Finanzkrise haben Zentralbanken und Regierungen eine Menge Geld in die Wirtschaft gepumpt. Wenn die Geldmenge nicht rechtzeitig reduziert wird, droht eine Inflation schlimmen Ausmaßes. Für die Bürger wäre das eine Katastrophe, denn ihre Vermögen würden vernichtet und ihre Jobs wären bedroht. In Politik und Finanzwelt hingegen gibt es Kreise, denen eine Inflation sehr gelegen käme, und darin liegt eine große Gefahr. Wer mit der Inflation spielt, der spielt mit dem Kern der Demokratie: dem Vertrauen der Bürger in die Institutionen ihres Staates. Henrik Müller zeigt in seinem alarmierenden Buch, was uns blüht, wenn dieses düstere Szenario eintritt, und was zu tun ist, um rechtzeitig gegenzusteuern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.05.2010
Rezensent Philip Plickert hat zwei Wirtschaftsbücher zur drohenden Inflationsgefahr gelesen, die ihn ganz unterschiedlich berührt haben. Henrik Müllers Analysen und Argumente scheinen ihm trotz des "reißerischen Titels" sachlich und überzeugend. Der Autor sieht in der durch die Notenbanken verursachten "Liquiditätsflut" den Grund für eine hohe Inflationsgefahr und mahnt angesichts der Probleme, die unter anderem durch die "manipulierten Wechselkurse" Chinas entstanden sind, für die Zukunft "flexiblere Wechselkurse" an, erklärt Plickert. Das sind Argumente, die dem Rezensenten einleuchten, er fragt sich nur, warum Müller das Gleiche nicht auch für Europa fordert. Davon abgesehen aber lobt Plickert die Ausführungen als sehr überzeugend und nachvollziehbar und es freut ihn, dass sich Müller bei der Behandlung des brisanten Themas nicht auf "Panikmache" verlegt hat.
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