Detlev von Liliencrons

Detlev von Liliencron: Ausgewählte Werke

Cover: Detlev von Liliencron: Ausgewählte Werke
Wachholtz Verlag, Neumünster 2009
ISBN 9783529061356
Gebunden, 592 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Der Band enthält eine repräsentative Auswahl aus Liliencrons umfangreichem Gesamtwerk: Gedichte aus allen Lyriksammlungen von den "Adjutantenritten" (1883) bis zu dem von Richard Dehmel herausgegebenen Nachlassband "Gute Nacht" (1909), elf Erzählungen, das seit seiner Erstpublikation 1887 nicht mehr gedruckte zweiaktige Genrebild "Arbeit adelt" sowie - erstmals in einer Liliencron-Edition - den vollständigen Text des Versepos "Poggfred" in der Fassung der ersten Buchausgabe von 1896. Liliencron hat dieses Epos als sein Hauptwerk angesehen. Ein Nachwort des Herausgebers und ein Glossar mit den nötigsten Sacherläuterungen beschließen das Buch.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.08.2016

Jens Malte Fischer empfiehlt den von Joachim Kersten und Friedrich Pfäfflin herausgebenen, mit einem ausführlichen Dichter-Porträt und leserfreundlichen Sachkommentaren versehenen Band allen Lesern mit Interesse für den Literaturbetrieb um 1900, für Karl Kraus natürlich und für den nahezu vergessenen Detlev von Liliencron sowieso. Liebevoll erscheint ihm die Edition, die ihm die Beziehung der beiden Literaten zueinander in ihrer ganzen Bedeutung nachvollziehbar macht. Nicht allzu umfangreich, wie Fischer anmerkt, bietet der Briefwechsel einen "fesselnden" Einblick in den literarischen Betrieb der Zeit, in Liliencrons prekäre finanzielle Lage und Krausens Zuwendung und Sympathie.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2009

Hier ist ein Rezensent vom Gegenstand seiner Rezension hellauf begeistert. Nach Lektüre dieses Bandes mit Arbeiten des Dichters Detlev von Liliencron in unterschiedlichsten Genres, Tonlagen und literarischen Formen kann der Heidelberger Gemanist Heinrich Detering allen Lesern jedenfalls nur dringlich zur Wiederentdeckung dieses von der Literaturgeschichte nicht ausreichend gewürdigten Autors raten. Wiederzuentdecken gelte es nämlich einen Mann, der gern preußisch und militärisch tat, daneben aber stets dem Schmetterlingshaften der Dinge zur Wahrnehmung verhalf; einen Mann, der Nietzsches Einsichten nahe stand, dabei aber viel Sinn für Leichtigkeit und Humor besaß; einen Dichter, der die Moderne nach Deutschland brachte, was ihm die nachfolgende Generation, von Karl Kraus bis Rainer Maria Rilke, noch dankte. Detering zitiert Hinreißendes aus dem Werk, erzählt Widersprüchliches aus dem Leben und rät dem Leser unmissverständlich: Nimm, lies!
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