In Verbindung mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz und dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach a. N. hrsg. von Agathe Weigel-Lehmann, Hans D. Schäfer, Reinhard Tgahrt und Bernhard Zeller. Die Gesammelten Werke in acht Bänden enthalten: Band 1: Sämtliche Gedichte. Band 2: Romane I. Der Bilderstürmer. Die Schmetterlingspuppe. Weingott. Band 3: Romane II. Der Überläufer. Band 4: Romane III. Der Provinzlärm. Band 5: Erzählungen. Band 6: Essays I. Bewegliche Ordnung, Dichtung als Dasein, Kunst des Gedichts. Band 7: Essays II. Leseband mit zum Teil überraschenden, zum Teil noch nie veröffentlichten Texten. Mit sieben meisterhaften Beispielen der Natur- und Landschaftsschilderung beginnt er.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.01.2010
Rezensent Manfred Koch begrüßt den nun erschienenen achten und letzten Band der Werkausgabe des Erzählers und Lyrikers Wilhelm Lehmann (1882-1968). Aus diesem Anlass wirft er einen Blick zurück auf das "Werk eines Außenseiters" und kommt dabei zu einem zwiespältigen Ergebnis. So scheint ihm Lehmanns metaphysische Orientierung verheißende Naturlyrik oft schwülstig und zudem "weltanschaulich und mythologisch überfrachtet". Andererseits findet Koch bei dem Lyriker auch immer wieder rundum stimmige Gedichte, die sich durch "zwanglose Schönheit" auszeichnen. Er hebt in diesem Zusammenhang die Beobachtungkunst, die Genauigkeit in der konkreten Beschreibung von Natur und das wohlklingende Vokabular Lehmanns hervor. Der Band "Essays II" verdeutlicht für Koch zudem, dass Lehmann wusste, "in welchem Maß das Heil seiner Kunst im Konkreten lag". Die Werkausgabe bietet in seinen Augen Gelegenheit, die "handwerkliche Aktualität der Poesie und Poetik" Lehmanns zu entdecken.
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