Im Auftrag der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien herausgegeben von Hans Günter Hockerts, Marie-Luise Recker und Hans-Peter Schwarz. Bearbeitet von Volker Stalmann. Der Deutsche Bundestag ist ein Fraktionenparlament. Deshalb publiziert die KGParl seit 1993 die Protokolle der Fraktionssitzungen - in enger Zusammenarbeit mit den Archiven der im Parlament vertretenen Parteien. Die Sitzungsprotokolle sind eine einzigartige Quelle. Kein anderes Nationalparlament in Europa verfügt über eine vergleichbare nahezu lückenlose Hinterlassenschaft zu diesen zentralen politischen Organisationseinheiten. Die Dokumente ermöglichen eine Betrachtung grundsätzlicher Fragen der Funktions- und Arbeitsweise des Deutschen Bundestages und gewähren damit einen tiefen Einblick in Praxis und Probleme parlamentarischer Demokratien.Die KGParl hat wissenschaftliche Editionen bislang für die Fraktionen der CDU/CSU und der SPD aus den Jahren 1949 bis 1972, für die CSU-Landesgruppe (1949 bis 1972) und für die Fraktion der GRÜNEN (1983 bis 1990) publiziert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2025
Rezensent Joachim Scholtyseck freut sich, dass die Sitzungsprotokolle der FDP-Bundestagsfraktion der Jahre 1969-1983 nun vorliegen - gut editiert und mit einer von Herausgeber Volker Stalmann verfassten lesenswerten Einleitung versehen. Zentrale Debatten innerhalb der Partei in den sozialliberalen Jahren werden hier aufgegriffen: Etwa die Überschneidungen zwischen SPD und FDP in Sachen Ostpolitik, eine stärker an kulturellen Fragen und - bevor die Grünen das Thema übernahmen - Umweltschutz ausgerichtete Parteilinie. Außerdem die Diskussionen über die Grenzen von Gefahrenabwehr im Deutschen Herbst sowie Kritik an hohen Staatsausgaben auch infolge der Reformen der Brandt-Jahre, die schließlich zum Bruch mit der SPD und einer Hinwendung zur CDU führte. Insgesamt, fasst Scholtyseck zusammen, präsentiert sich die FDP hier als eine Partei, die schwierigen Auseinandersetzungen und auch notwendigen Veränderungen nicht aus dem Weg geht - eine auch für die heutigen Liberalen wichtige Lektion.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2017
Guido Thiemeyer empfiehlt die im Auftrag der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien von Hans Günter Hockerts, Marie-Luise Recker und Hans-Peter Schwarz herausgegebenen Sitzungsprotokolle der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag 1949-1969 einem allgemeinen Publikum. Eine sachkundige Einleitung erschließt ihm die überwiegend deutschlandpolitischen Sachthemen der Zeit sowie die Funktionsweise und Struktur politischer Parteien und des Parlaments der frühen Bundesrepublik. Spannend an der Quellensammlung erscheinen Thiemeyer nicht zuletzt die lebhaften Diskussionen in der Fraktion über die Einheit Deutschlands und ihre Haltung zur Nazi-Vergangenheit.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…