Mit dieser Studie wird die Rolle des Deutschen Bundestages im Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren von 1949 bis 1969 untersucht. Hierbei stehen die Funktions- und Arbeitsweise des westdeutschen Parlaments, seine Rolle als Gesetzgeber und als Kontrolleur der Regierung sowie das Mit- und Gegeneinander von Regierungs- und Oppositionsfraktionen im Zentrum der Darstellung. Auch Lebenswelt und Sozialprofil der Parlamentarier werden beleuchtet. Ihre Grundlage bildet der umfangreiche Bestand an Quellen aus dem Parlaments- und den Parteiarchiven, aber auch aus anderen Bereichen.
Die Untersuchung zeigt, wie stark sich der neu gewählte Bundestag an überkommenen Traditionen des deutschen Parlamentarismus orientierte, wie er aber auch Impulse und Vorbilder aus dem westlichen Ausland aufnahm.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.04.2019
Frank Decker lobt die Arbeit der Historikerin Marie-Luise Recker. Reckers Blick auf die Rolle des Bundestags in der Frühgeschichte der Bunderepublik findet er gründlich, quellensatt und angenehm zurückhaltend bei eigenen Bewertungen. Das Bild einer vom Kanzler beherrschten Exekutive kann die Autorin laut Decker korrigieren und das tatsächliche Gewicht des Bundestags herausarbeiten. Die Kapitel über Entstehungsgeschichte, Wahlen, Regierungsbildungen oder Organisation des Parlaments bieten dem Rezensenten interessante Einblicke. Auch das Verhältnis des Parlaments zu anderen Institutionen sowie das zwischen Regierung und Opposition vermag Recker für den Leser gewinnbringend zu analysieren. Dass einzelne Momente der Arbeit dem Forschungsstand nicht entsprechen, wie Decker feststellt, trübt den Gesamteindruck des Buches für den Rezensenten nicht.
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