Dieter Blumenwitz

Okkupation und Revolution in Slowenien (1941-46)

Eine völkerrechtliche Untersuchung
Cover: Okkupation und Revolution in Slowenien (1941-46)
Böhlau Verlag, Wien 2005
ISBN 9783205772507
Kartoniert, 162 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Der Autor behandelt die rechtlichen Folgen der Besetzung und Teilung des slowenischen Hoheitsgebiets durch die Invasionsmächte Deutschland, Italien und Ungarn ebenso wie die daraufhin von der Kommunistischen Partei Sloweniens geführte Revolution, die verschiedenen Methoden des Selbstschutzes gegen den revolutionären Terror, die spätere militärische Zusammenarbeit dieser Selbstverteidigungsgruppen, die Bildung einer neuen jugoslawischen Regierung unter Tito und Subaric im Jahre 1944 und deren Anerkennung durch die Westalliierten. Ein Hauptaugenmerk der Arbeit gilt der Flucht der slowenischen Selbstverteidigungsgruppen (Domobranci) und Zivilisten nach Kärnten, um dort bei den britischen Streitkräften Schutz zu finden, und der Liquidierung von Tausenden von Gegnern der kommunistischen Guerillastreitmacht nach Kriegsende.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2006

Mit großem Respekt vor dem 2005 "viel zu früh" verstorbenen Staats- und Völkerrechtler Dieter Blumenwitz stellt Rezensent Christian Hillgruber dessen letzte völkerrechtliche Untersuchung vor. Im Mittelpunkt steht die Situation der slowenischen Zivilbevölkerung, die zwischen 1941 und 1946 zwischen die verschiedenen Interessen und machtpolitischen Konstellationen geraten ist. In deren Folge habe sie unter "eingefallenen Besatzungsmächten" ebenso zu leiden gehabt wie unter dem "zunehmenden Terror kommunistischer Widerstandsgruppen". Auch Titos bis heute ungesühnte Verbrechen seien von Dieter Blumenwitz klar als solche klassifiziert. Der Rezensent hebt vor allem das große Gerechtigkeitsempfinden heraus, das er aus dieser Studie sprechen sieht, das keine Opfer erster und zweiter Klasse kenne.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de

Beliebte Bücher

Jana Hensel. Es war einmal ein Land - Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet. Aufbau Verlag, Berlin, 2026.Jana Hensel: Es war einmal ein Land
In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun…
Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Norbert Gstrein. Im ersten Licht - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Norbert Gstrein: Im ersten Licht
Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…
Julian Barnes. Abschied(e). Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Julian Barnes: Abschied(e)
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…