Die Berliner Hochschule für Musik war eines der bedeutendsten europäischen Konservatorien und zugleich ein Mittelpunkt im Musikleben der preußisch-deutschen Hauptstadt. Gegründet unter der Ägide Joseph Joachims, des großen Geigers und Brahms-Freundes, erhob sie den Anspruch, mustergültige musikalische Aufführungen zu etablieren. Während sie in der Kaiserzeit einem romantischen Klassizismus verpflichtet blieb, öffnete sie sich in den 20er Jahren mit Franz Schreker, Paul Hindemith und anderen der Moderne. Das ambitionierte Projekt der Reform und Erweiterung der Hochschule endete mit der nationalsozialistischen Machtergreifung. Diese Geschichte wird in der vorliegenden Monographie erstmals ausführlich dargestellt.
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