Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2003
Mit einem sehr persönlichen Zugang hat sich Walter Zimmermann, Professor an der Berliner Hochschule der Künste, der nur scheinbar makellosen Biografie des Musikethnologen Marius Schneider genähert. Unter der Lupe "entpuppe" sich dieser nämlich als ein "Doppelwesen", schreibt Frank-Rutger Hausmann. Zwar sei Schneider im Dritten Reich ständigen Repressionen ausgesetzt gewesen, die ihn schließlich 1943 nach Barcelona emigrieren ließen, so der Rezensent, doch habe er auch schon durchaus früh "die Möglichkeiten einer rassenkundlichen Musikforschung im damaligen Deutschland erkannt" und darüber hinaus bereits seit 1939 für die Abwehr gearbeitet. Die Studie Zimmermanns, die sich sehr zu ihrem Wohle nicht im wissenschaftlichen Gewande kleidet, hat Hausmann als "Protokoll einer irritierenden Spurensuche" gelesen, die für all diejenigen lesenswert sei, die wissen wollen, "welchen Zwängen und Verlockungen die wissenschaftliche Vätergeneration in der NS-Zeit ausgesetzt war".
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