Dirk von Petersdorff

Nimm den langen Weg nach Haus

Gedichte
Cover: Nimm den langen Weg nach Haus
C.H. Beck Verlag, München 2010
ISBN 9783406605161
Gebunden, 101 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Der vorliegende Band versammelt die besten Gedichte aus von Petersdorffs vorliegenden vier Lyrikbänden sowie neue Gedichte, darunter zahlreiche Liebesgedichte und den Zyklus "Die Vierzigjährigen", in dem sich auf bestechende Weise das Lebensgefühl einer Generation ablesen lässt, die sich in der Lebensmitte stärker verankert sieht als erwartet und der doch eine letzte Gewissheit fehlt, ob der eingeschlagene Weg der richtige war. Mit seiner Formenvielfalt und dem sprachlichen Reichtum, der philosophischen Grundierung, den Anspielungen und Verweisen, einem Gestus, der immer auf Zugänglichkeit setzt und doch tiefgründig und gedankenreich ist, nehmen diese Gedichte für sich ein.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.04.2011

Beatrice von Matt preist Dirk von Petersdorff als meisterhaften Lyriker der Verknappung und der Transparenz, die umso deutlicher den rätselhaften Rest, der bei aller Klarheit bleibt, herausstellen, wie sie meint. Bei aller "Leichtigkeit" des Lyrikers scheint dann auch eine Melancholie hervor, die hinter den alltäglichen Situationen lauert, meint Matt, die neben den sie sehr überzeugenden neuen Gedichten am Anfang und am Ende des Bandes im Mittelteil auch bereits bekannte Gedichte gerne wiedergelesen hat. Ihr ist aufgefallen, dass der Lyriker zu persönlichen Erfahrungen häufig Politisches anklingen lässt, wie die Integrationsproblematik in dem Gedicht "In der Tiefe", und sie freut sich schon jetzt auf neue Gedichte von Petersdorff.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.11.2010

Nicht ohne Skepsis legt Rezensent Hans-Herbert Räkel den neuen Gedichtband von Dirk von Petersdorff aus der Hand. Zwischen Nostalgie und Katzenjammer angesichts der vergangenen Jugend und Hoffnung und "religiösem Überschuss" ("im kleinen Finger Gott") im Eheglück scheinen ihm die Texte mitunter zu fromm barock und den an den Autor gestellten hohen Erwartungen nicht immer zu entsprechen. Für Vierzigjährige jedoch scheint der Band laut Räkel doch genügend Identifikationspotential zu haben. Kurzweil und handwerkliche Verlässlichkeit biete er auch. Nur will ihm partout nicht immer einleuchten, warum ein menschliches Gefühl (hier: metaphysische Sehnsucht), reimtechnisch solide gefasst, gleich ein Gedicht sein soll. Der Rezensent vermisst Begeisterung, Beunruhigung.

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