E-Business verändert die ganze Wirtschaft - das wissen die meisten Manager. Doch viele Manager sind sich nicht über die Konsequenzen für das eigene Unternehmen bewußt. Und die wenigsten von ihnen haben Strategien, um auf diese Herausforderungen innovativ und erfolgreich zu reagieren. Don Tapscott ("Die digitale Revolution", "Net Kids") präsentiert in diesem Buch zwölf wegweisende Artikel aus der renommierten Harvard Business Review, in denen visionäre Management-Vordenker wie John Hagel, Stan Davis, James Moore und Charles Handy zeigen, wie sich im Internet Gewinne machen, völlig neue Produktionsmethoden verwirklichen und interaktive Kundenbeziehungen aufbauen lassen. Anhand von erfolgreichen Internet-Auftritten, beispielsweise von Amazon.com, eBay und The Wall Street Journal, werden die vorgestellten Theorien praxisnah erläutert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2000
Robert Fieten weist darauf hin, dass diese Aufsätze "in den letzten Jahren" in der Harvard Business Review erschienen, also nicht mehr ganz neu sind. Dennoch hat er sie offensichtlich mit großem Interesse und Gewinn gelesen, zumal gerade hinsichtlich der "Auswirkungen des Internets auf das Marketing" in deutscher Sprache bisher nur wenig erschienen ist. Nach Fieten richtet sich der Band in erster Linie an "Führungskräfte der Wirtschaft", und anscheinend wittert der Rezensent in Deutschland Nachholbedarf. So weist er eindringlich darauf hin, wie wichtig es für Unternehmer ist, sich rechtzeitig mit dieser Thematik zu befassen und vor allem langfristig über die Auswirkungen des Internets nachzudenken. Einfache "Rezepte" allerdings bietet der Band seiner Ansicht nach nicht. Eher inspiriere die lohnende Lektüre zum Nachdenken.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.08.2000
Die Verpackung erweist sich bei diesem Buch, so Rezensent Peter Felixberger, als weniger seriös als der Inhalt. Schon die Übersetzung (der Originaltitel lautete: "Creating Value in the Network Economy") führe in die Irre und anders als der Umschlag suggeriere, sei Tapscott nicht der Autor, sondern nur der - um die Herstellung eines roten Fadens im übrigen eher vergeblich bemühte - Herausgeber. Anregend seien die einzelnen (zuvor in der "Harvard Business Review" erschienenen) Aufsätze aber trotz ihrer Disparatheit - und als gemeinsames Credo aller Autoren lasse sich immerhin die Überzeugung herauslesen, dass in der Netzwerkökonomie der Zukunft eines unabdingbar sein wird: die Anreicherung von "Produkten mit Informationen, Wissen und Dienstleistungen". Oder, in der Kurzformel des Rezensenten: aus Hamburgern werden "Knowledgeburger".
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