Immer mehr Unternehmen schließen sich per Internet zu Einkaufsgemeinschaften zusammen, um als Großabnehmer Lieferanten zu besseren Konditionen zu zwingen. Gerade bei den sogenannten "kleinen Kosten" im Unternehmen, von Büromaterial über Raumpflege zu Kurierdiensten, führen solche virtuellen Einkaufsnetze zu spürbaren Ersparnissen - und damit zu ungeahnten Wettbewerbsvorteilen. Das Buch beschreibt die eigentliche Revolution des Internet: Die Verschiebung der Machtverhältnisse zwischen Anbieter und Abnehmer. Im Gegensatz zu Anbietern hindert Kunden kein Gesetz daran, sich zu kartellähnlichen Verbänden zusammenzuschließen. Industrie, Handel und Dienstleister werden sich in Zukunft dieser neuen Situation stellen müssen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.08.2000
Revolutionen bahnen sich von unten nach oben an. Mit der Revolutionsmetapher arbeiten jedenfalls die Autoren dieses Buches, wenn sie von der Zukunft der Handelsbranche im Internetzeitalter sprechen. Sie müssen es wissen: Tim Cole ist Internet-Publizist und Paul Gromball - Unternehmensberater. Ihre Thesen seien "in Form plakativer Statements" vorgetragen, so Rezensent Manfred Braun , dennoch scheinen sie recht überzeugend zu sein, da sie Punkt für Punkt in der Rezension vorgestellt werden. Die Hauptthese sei, dass die Unternehmer sich vom Internet zu viel versprechen, ohne zu merken, dass sie dabei den eigenen Ast absägen. Während jetzt die interaktiven Homepages noch als virtuell "verlängerte Ladentheke" betrachtet werden, werde eines Tages die Macht des Kunden ins Unermessliche steigen. Per Mausklick wird der Kunde auf dem globalen Markt einkaufen, Preise vergleichen und dementsprechend drücken können. Diese Entwicklung sei wie eine Bewegung zurück in "vorindustrielle" Zeiten: Hersteller und Abnehmer treten in direkten Kontakt. Bedeute dies der Garaus für den Wettbewerb? Autoren und Rezensent beruhigen: Die Unternehmer der "Zukunft" werden sich ebenfalls in Käufer von Dienstleistungen verwandeln.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2000
Zwar findet Robert Fieten die Thesen der Autoren bisweilen ein wenig "populistisch" und provokant. Allerdings führe gerade dies zu einem verstärkten Nachdenken über die Thematik. So äußert Fieten denn auch die Überlegung, dass die zeit- und kostenintensive "Erfassung und Katalogisierung der Waren und Dienstleistungen" im Internet ein Arbeitsfeld für neue Dienstleistungsberufe darstellen könnte. Inhaltlich geht er besonders auf die preisbestimmenden "Cyber-Genossenschaften" ein, bei denen sich Privatpersonen zu kartellähnlichen Gemeinschaften zusammen schließen. Im Gegensatz zu Einkaufskartellen von Unternehmen seien diese nicht verboten und führten - wie die Autoren behaupten - dazu, dass die Kunden "wirklich zum König, sogar Despoten" würden.
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