Fritz Saxl studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien, habilitierte sich in Hamburg und ein zweites Mal in London. Im Zuge seiner Anstellung bei dem Kunsthistoriker und Kulturtheoretiker Aby Warburg spezialisierte er sich auf den Gebieten der Kunst Rembrandts und seiner Zeit, mittelalterlicher Astrologiegeschichte und spätantiker Religions- und Kunstgeschichte. Gezwungen durch die politischen Umwälzungen in Europa ging er nach London, wo er 1934 das Warburg Institute gründete. Fritz Saxl zeichnet sich durch seine wissenschaftlichen ebenso wie durch seine organisatorischen Leistungen aus. Sein Oeuvre umfasst die wissenschaftliche Behandlung von Mithrasdarstellungen bis zu illuminierten mittelalterlichen Handschriften über Magie, Astrologie, Heilkraft und Heilkunde, aber auch organisatorische Bemühungen um Warburgs Bibliothek und die Vortrags- und Schriftenreihen in Hamburg und schließlich die Gründung des Londoner Institutes, das bis heute entscheidende Impulse zur geistesgeschichtlichen Forschung setzt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.03.2013
Tief beeindruckt erklärt Jutta von Zitzewitz, welches Verdienst Dorothea McEwan, der langjährigen Archivarin am Londoner Warburg Institute, mit ihrer Biografie über Fritz Saxl eigentlich zukommt. Es ist ganz einfach: Ohne Saxl kein Warburg Institute und möglicherweise auch kein Aby Warburg nach 1924. Dies nun herausgearbeitet zu haben, hält Zitzewitz für schlichtweg groß. Berufen dazu scheint ihr die Autorin allerdings schon durch ihre Bücher über den Briefwechsel Warburg/Saxl, auf den sie auch für dieses Buch zurückgreift, wie die Rezensentin anmerkt. McEwans Nacherzählung von Saxls Lebensweg vom jungen Assistenten Warburgs zum berufenen Nachlassverwalter wird laut Zitzewitz dadurch lebendig und lese sich, so die Rezensentin, besonders betreffend die schwierigen Kriegsjahre, mitunter wie ein Krimi. Saxls wissenschaftliche Arbeit scheint ihr zwar etwas zu kurz zu kommen, dafür entschädigt die Rezensentin jedoch ein umfangreicher Anhang.
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