Aus dem Englischen von Jürgen Bürger. Frühling in Edinburgh. Verfolgt von ihrer Vergangenheit, hoffen die Skelf-Frauen Dorothy, Jenny und Hannah auf ein ruhigeres Leben. Sie sind Inhaberinnen eines Bestattungsunternehmen, das gleichzeitig auch private Ermittlungen durchführt. Ihr Umfeld ist von Verlust, Rache, Verrat, und Schuld geprägt. Die Probleme liegen nie weit entfernt. Vor allem, wenn der Fahrer eines gestohlenen Wagens auf dem Friedhof bei einer Zeremonie Dorothy fast überfährt und in einem Grab landet. Er ist tot. Keiner kennt ihn. Sein einziger Begleiter ein einäugiger Hund, den die Familie von nun an Einstein nennt. Während Dorothy eine dunkle Wahrheit im Herzen der Edinburgher Gesellschaft aufdeckt, haben ihre Tochter Jenny und ihre Enkelin Hannah mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Aus dem Gefängnis heraus schmiedet Jennys Ex-Mann Craig Pläne, die das Leben der Skelf-Frauen zerstören könnten, und die zunehmend besessene Hannah hat eine Freundschaft mit einem älteren Professor geschlossen, der Selbstmord begeht. Auch diesmal verstricken sich die drei Frauen des toten Bestatters Jimmy Skelf in unterschiedlichen Ermittlungen und schlagen sich mit ganz eigenen Dämonen herum.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 19.01.2024
Rezensent Thomas Wörtche möchte Doug Johnstones neuen Roman nicht in die Genrekiste packen. Ein Krimi bzw. Detektivroman ist "Eingefroren" für ihn nicht unbedingt, interessante Lektüre aber schon. Das liegt für Wörtche an den Themen, allesamt aus der Kategorie "letzte Dinge", mit denen sich die Protagonistinnen im Buch abrackern. Es geht um Tod und andere Verluste, erklärt der Rezensent. Dass die drei Hauptfiguren, die schon den Vorgängerroman bevölkern, ein ungewöhnliches Familienunternehmen betreiben, Bestattungsinstitut und Privatdetektei in einem, trägt laut Wörtche allerdings durchaus zum leicht schrägen Charakter des Buches bei.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.01.2024
Rezensentin Maria Wiesner empfiehlt Doug Johnstones Detektivroman schon wegen einer skurrilen Konstellation: Seine schottischen Privatdetektivinnen betreiben außer einer Detektei auch ein Bestattungsunternehmen. Wie praktisch, wenn der Täter mit dem Auto geradewegs in ein offenes Grab donnert. Was wie ein Actionfilm beginnt, inszeniert der Autor laut Wiesner im Folgenden mit Tempo, schwarzem Humor und Rückblicken auf den Vorgängerroman und allerhand Traumata als komplexe Familien - und Generationengeschichte.
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