Ian Rankin

Das Gesetz des Sterbens

Kriminalroman
Cover: Das Gesetz des Sterbens
Manhattan Verlag, München 2016
ISBN 9783442547722
Gebunden, 480 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Conny Lösch. In seinem 20. Fall ermittelt John Rebus gemeinsam mit Siobhan Clarke und Malcolm Fox. Detective Inspector Siobhan Clarke untersucht den Tod eines Edinburgher Anwalts, der von einem Einbrecher in seiner Wohnung getötet wurde. Doch der Fall wird rätselhaft, als man eine anonyme Botschaft an den Anwalt findet: "Ich bringe dich um für das, was du getan hast." Dieselbe Botschaft hat auch Edinburghs Unterweltgröße Big Ger Cafferty erhalten, kurz bevor auf ihn geschossen wird. Cafferty bleibt unverletzt, schweigt aber über mögliche Feinde. Schließlich bittet Clarke den kürzlich in den Ruhestand versetzten John Rebus um Hilfe. Er ist der Einzige, mit dem Cafferty zu sprechen bereit ist. Steckt hinter den Taten ein Verbrecherclan aus Glasgow?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.06.2016

Dass John Rebus als Ermittler zurückkehrt, obwohl er schon mehrfach in Rente geschickt wurde, ist nicht zum Schaden der Leserin, findet Rezensentin Sylvia Staude. Sie nennt Ian Rankins zwanzigsten Rebus-Roman vielschichtig, weil darin neben der ihres Erachtens gekonnt konstruierten Krimihandlung Väter und Kinder das zentrale Thema bildeten, wenn auch auf subtile Art. Unter anderem gehe es um den Missbrauch durch Vaterfiguren. Staude vermutet, dass der BBC-Moderator und Kindervergewaltiger Jimmy Savile die reale Vorlage war. Alles in allem hat die Kritikerin offenbar Spaß an John Rebus, diesem hardboiled detective, der seine Fälle "rauchend, trinkend, mürrisch brummend" zu lösen pflegt.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 11.05.2016

Im neuen Roman von Ian Rankin sieht Rezensent Elmar Krekeler auch einen Roman über alte Männer, die nicht aufhören können. Rankin, der schon mehrmals seinen Inspector in den Ruhestand geschickt hatte, lässt ihn zusammen mit Siobhan Clarke und Malcolm Fox wieder ermitteln, denn auch die alten Männer des schottischen Verbrechens lassen nicht los. Der Fall beginnt mit einem verpatzten Mord in den achtziger Jahren, 35 Jahre später stirbt in Edinburgh ein Abgeordneter, und auch mit der Unterweltsgröße Big Ger Gafferty scheint jemand abrechnen zu wollen. Krekeler lässt auf Rankin nichts kommen, allerdings fällt ihm auf, dass in diesem Roman die Rivalität zu Glasgow beträchtlich ausfällt und dass die Kriminalität in Edinburgh rein schottisch ist.

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