Der vorliegende erste Band der Sämtlichen Werke Hoffmanns umfasst seine Arbeiten bis Ende 1813. Bis zu diesem Zeitpunkt kurz vor seinem 37. Geburtstag - war Hoffmann in erster Linie als Komponist und Dirigent tätig. Sein schriftstellerisches Werk bestand vor allem aus Musikrezensionen und Libretti, Briefen und Tagebüchern. Die chronologische Anordnung dieser Ausgabe führt dazu, daß hier erstmals alle Werke (außer den Kompositionen) einschließlich der Briefe und Tagebücher, die bis 1813 veröffentlicht wurden oder entstanden, zusammengefasst sind. Dadurch werden die Vielfalt und der Rang deutlich sichtbar, die Hoffmanns Werk bereits vor der Veröffentlichung seines ersten Buches erreicht hatte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.08.2003
In E.T.A. Hoffmanns früher Prosa - die Jahre 1794-1813 vollständig umfassend und kommentierend - finden sich keine Erzähltexte, sondern in erster Linie Tagebücher, Briefe, Libretti, Musikrezensionen. Bevor er 1814 begann, seine "Fantasiestücke" zu schreiben, war Hoffmann Musiker, nicht literarischer Autor, das lässt sich in der kurzen Besprechung des Rezensentin mit dem Kürzel "rh." nachlesen. Und er war auch, wenn nicht vor allem: Jurist. Als Zeugnis dieses Brotberufs, in dem er später durchaus erfolgreich war, findet sich eine Schrift, die er als "Probe-Relation" fürs Zweite Staatsexamen 1798 verfasste.
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