Herausgegeben von Hans-Georg Dewitz. Von den Literaturen der Welt zur Weltliteratur - so könnte man Goethes vielfältige Übertragungen aus fremden Sprachen überschreiben. Band 12 der 40-bändigen Goethe-Ausgabe vereinigt diejenigen Übersetzungen, in denen sich Goethes zunehmende Vertrautheit mit fremden Sprachen dokumentiert, sein Verständnis und die Weite seines Konzepts von Weltliteratur fassbar wird. Hier wird die Reichweite der Anregungen sichtbar, die auf ästhetische und wissenschaftliche Theoriebildung Goethes Einfluß genommen haben. Am Anfang stehen die Abschnitte zu Fremdsprachenerwerb und erster Fremdsprachenpraxis des jungen Goethe, seine "Labores juveniles". Darauf folgen die Übersetzungen aus dem Griechischen, Lateinischen, Französischen, Italienischen, dem Englischen und Irischen, weiteren europäischen Literaturen, aus der Literatur des nahen und fernen Ostens. Sie alle sind Zeugnisse für Goethes weit ausgreifende Beschäftigung mit den poetischen Werken unterschiedlichster Zeitstufen, Weltgegenden und Sprachen. Den Abschluss des Bandes bilden Goethes Dramen- und Opernbearbeitungen von Cimarosa, Anfossi, Shakespeare/Schlegel, Kotzebue.
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