Herausgegeben von Otto Dann. Schillers existentielle Wende zur Geschichtsschreibung: Die Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande, die berühmten Universalhistorischen Schriften des Epochenjahres 1789 und andere historische Schriften ? erstmals chronologisch nach den Erstdrucken ediert, historisch eingeordnet, bewertet und kommentiert. Friedrich Schiller stand im 28. Lebensjahr, als er nach einem aufsehenerregenden Erfolg als Dramatiker sich dazu entschloß, das dichterische Schaffen hintanzustellen, um sich ganz der Geschichtsschreibung zu widmen. Dem mittellosen Dichter eröffneten sich damit neue Perspektiven, Verbindungen und Einkünfte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.10.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel "rh." geht hier nicht auf die Stärken und Schwächen des vorliegenden Bandes bzw. der Edition ein, sondern skizziert Schiller zunächst als verkannten und unterschätzten Historiker, der nicht zuletzt unter dem "antihistorischen Ressentiment der Literatur-Beflissenen" zu leiden hatte, wie schon der Herausgeber Otto Dann anmerkt. Ziel der Edition sei es, wie "rh." den Herausgeber weiter zitiert, die Bedeutung Schillers als Historiker im Kontext seiner Zeit neu zu beleuchten und zu gewichten. Der Rezensent schließt mit dem Hinweis, dass mehrere der Ergebnisse zur Schiller-Forschung, die in den "Kommentarbänden der Nationalausgabe zu den Historischen Schriften" noch erscheinen werden, hier bereits aufgenommen wurden.
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