Eberhard Kessel

Das Ende des Siebenjährigen Krieges 1760-1763

2 Bände: Torgau und Bunzelwitz. Schweidnitz und Freiberg
Cover: Das Ende des Siebenjährigen Krieges 1760-1763
Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2007
ISBN 9783506757067
Gebunden, 1020 Seiten, 98,00 EUR

Klappentext

Unerwartet tauchten 1992 mit verloren geglaubten Beständen des Potsdamer Heeresarchivs / Kriegsgeschichtliche Forschungsanstalt des Heeres Manuskripte auf, bei denen es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Arbeiten Eberhard Kessels zur Vollendung des großen Generalstabswerkes über die Kriege Friedrichs des Großen handelt. Entgegen der Vermutung des Autors hatten sie das Ende des Zweiten Weltkriegs in Potsdam und Berlin unbeschadet überstanden. Sie liegen heute als Typoskript mit handschriftlichen Korrekturen und Ergänzungen mindestens zweier unterschiedlicher Bearbeiter, von denen der eine Kessel selbst ge-wesen sein dürfte, im Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg. Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes hat Thomas Lindner das umfangreiche Material für die Veröffentlichung aufbereitet, um auf diese Weise das unvollendet gebliebene Generalstabswerk über den Siebenjährigen Krieg abzuschließen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007

Dies Buch war jahrzehntelang als Kriegsverlust verbucht. Der junge Historiker Eberhard Kessel hatte mit seiner Studie über die Endphase des Siebenjährigen Krieges das so genannte "Generalstabswerk" - eine vom Kaiserlichen Generalstab herausgegebene Schriftenreihe - vollenden wollen. Erst sechs Jahre nach Kessels Tod im Jahr 1986 tauchte die Arbeit unerwartet wieder auf und wird nun publiziert. Rezensent Andreas Kilb zeigt sich fasziniert, obwohl man rein wissenschaftlich gesehen natürlich zum einen nichts Neues erfahre, und das ganze zum anderen völlig unübersehbar den Geist einer untergegangenen Zeit atmet. Und doch hat er diese "akribische und illusionslose Bestandsaufnahme eines verlorenen Krieges" mit Interesse gelesen. Nicht weil es spannend erzählt wäre oder gar kühn in der Interpretation. Ganz im Gegenteil: Gerade die vollkommene Abwesenheit aller Spekulation mache den Reiz der zwei dicken Bände aus.

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