Aus dem Amerikanischen von Andreas Nohl. Arthur Gordon Pym ist voll jugendlicher Abenteuerlust und Leichtsinn und möchte um jeden Preis die große, weite Welt sehen. Mithilfe seines besten Freundes wird er blinder Passagier auf dem Walfänger 'Grampus'. Aber als die Besatzung eine Meuterei anzettelt, muss er, eingesperrt im Bug des Schiffes ohne Wasser und Brot, um sein Leben bangen. Doch die Rettung im letzten Moment ist erst der Anfang: Schiffbruch, Kannibalismus und Begegnungen mit blutrünstigen Insulanern erwarten Arthur auf seiner haarsträubenden Odyssee ans Ende der Welt. Edgar Allan Poes einziger Roman ist metafiktionale Spielerei, Reisebericht, Bildungsroman und spirituelle Allegorie in einem.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 23.12.2022
Schade, über die Qualität dieser Neuübersetzung von Andreas Nohl verrät uns Rezensent Maximilian Mengeringhaus herzlich wenig. Immerhin: Die "Modernität" von Edgar Allan Poes Text fängt Nohl gelungen ein, versichert der Kritiker. Die (Re-)Lektüre von Poes einzigem Roman empfiehlt er aber so oder so: Die Geschichte des jungen, melancholischen Seefahrers Arthur Gordon Pym, der sich als blinder Passagier auf einen Walfänger schmuggelt, Schiffbruch erleidet, als Kannibale knapp überlebt und sich schnell wieder einer Expedition anschließt, liest der Rezensent nicht nur als moderne Studie über Alkoholmissbrauch. Mengeringhaus staunt noch immer, wie "physisch schmerzhaft" Poe in dieser Mischung aus Abenteuer- und Antibildungsroman die Verlorenheit des Menschen schildert.
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