Jules Verne

Die Jangada

800 Meilen auf dem Amazonas
Cover: Die Jangada
Die Andere Bibliothek, Berlin 2018
ISBN 9783847704065
Gebunden, 432 Seiten, 42,00 EUR

Klappentext

Behutsam modernisierte Bearbeitung der ersten deutschen Übersetzung durch Christian Döring. Auf einem fantastischen Floß den Amazonas hinunter: Joam Garral ist Plantagenbesitzer und wird zum Kapitän der Jangada, seines aufwendig konstruierten Floßes, auf dem Platz für sein ganzes Gut mitsamt Kirche und Werkstätten ist. Vor einem Vierteljahrhundert aus Brasilien geflohen, wo er als mutmaßlicher Diamantenräuber irrtümlich zum Tode verurteilt worden ist, macht er sich in Begleitung seiner Familie auf die Reise von Peru am Oberlauf des Amazonas nach Belém in Brasilien an dessen Meeresmündung, um den Heiratswunsch seiner Tochter zu ermöglichen und sich selbst in Manaus vor Gericht zu rehabilitieren.
Ein schweigsamer und unheimlicher Passagier auf seinem Floß ist im Besitz eines Schriftstücks, das seine Unschuld beweisen könnte - doch im Tausch dafür fordert er die Hand von Garrals Tochter. Es ist ein chiffriertes Dokument, das - im Sinne Edgar Allan Poes - kryptologisch zu entziffern wäre, und womit der Roman einsetzt, ist der Schlüssel.
"Die Jangada" wäre jedoch kein Roman von Jules Verne'scher Qualität, wäre das packende Abenteuer auf Leben und Tod nicht verbunden mit der Erkundung der tropischen Natur und der Wunder des südamerikanischen Stroms, die die Flussfahrer auf 800 Meilen auf dem Amazonas begleiten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.07.2019

Was für ein Glücksfall, dass Christian Döring, Progammleiter der "Anderen Bibliothek", in der Bordbibliothek eines Passagierschiffs die französische Ausgabe von Jules Vernes' Roman "Die Jangada" entdeckte, die einzige deutsche Übersetzung von 1882 bearbeiten ließ, mit Illustrationen der französischen Ausgabe versah und auch ansonsten sehr bibliophil editierte, freut sich Rezensentin Andrea Diener. Ein Meisterwerk sei "Die Jangada" zwar nicht, dennoch liest sie die Geschichte um einen peruanischen Gutsbesitzer, der von einem Schurken erpresst wird, während er den Amazonas entlang schippert, als wunderbaren "Mantel-und-Degen-Roman", in dem man dank der von Vernes eingebundenen Fakten-Kapitel auch noch historisches Wissen mitbekommt.
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