Aus dem Englischen von Claudia Feldmann. "Es heißt, diese Reise habe ihren Preis. Einen Preis, der über die Kosten des Tickets hinausgeht." Es ist das Ende des 19. Jahrhunderts, und nichts fasziniert die Menschen so sehr wie die geheimnisvollen und angsteinflößenden Wunder des Ödlands. Nichts berührt diese riesige, verlassene Wildnis zwischen China und Russland außer dem Transsibirien-Express, der jeden befördert, der es wagt, das Ödland zu durchqueren. Es gibt jedoch Gerüchte, dass der Zug nicht mehr sicher ist. Wer sich nun auf diese Reise begibt, hat seine ganz eigenen, verborgenen Gründe dafür: eine trauernde Frau mit fremdem Namen, ein Kind, das im Zug geboren wurde, und ein in Ungnade gefallener Naturforscher. Doch mehr und mehr scheint es, als würden die Gefahren des Ödlands ihren Weg ins Innere finden …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 22.08.2024
Rezensent Martin Oehlen ist froh, dass die britische Sinologin Sarah Brooks es nicht beim Kurzgeschichtenformat belassen und stattdessen einen umfangreichen Roman über den Transsibirien-Express geschrieben hat: 1899 besteigt eine Reihe ganz verschiedener Reisende den Zug, schnell gerät alles aus der Bahn, als das sogenannte "Ödland" zwischen Peking und Moskau sich auf gespenstische Weise dem Zug annimmt. Es gibt geheimnisvolle Reisende, Scharfschützen, eine 16-jährige Heldin, die im Zug geboren wurde, Menschenhaut mutiert und ein seltsames Wesen taucht auf, erzählt Oehlen, der eine Menge Spaß hatte mit diesem Roman, der sich zwischen Liebes- und Abenteuergeschichte, Fantasy- und Ökoroman bewegt und "lustvoll auf die Fantasie" setzt.
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