100 Jahre BWL im Spiegel des C.E. Poeschel-Verlagsprogramms: Von der Gründung des Verlags im Jahre 1902 und der Geschichte der ersten Handelshochschulen über die Frühphasen der Betriebswirtschaftslehre bis hin zu den jüngsten Entwicklungen. Einen weiteren thematischen Schwerpunkt bilden die Entwicklungen in wichtigen Teildisziplinen der BWL.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2002
Mit Interesse hat Ralf Nöcker dieses Buch gelesen, das die hundertjährige Geschichte des Schäffer-Poeschel Verlages einerseits und die ebenso lange Geschichte der Betriebswirtschaftslehre andererseits parallel behandelt. Insgesamt fällt sein Urteil positiv aus: er betont, dass die Studie eine "Lücke schließt" und nimmt angetan zur Kenntnis, dass die einzelnen Beiträge von den "führenden Vertretern" der jeweiligen Fachdisziplin verfasst wurden. Der Rezensent räumt ein, einige "Redundanzen" im Buch gefunden zu haben, doch insgesamt lobt er das Werk als "durchaus gelungen". Insbesondere den Beitrag über Betriebswirtschaftslehre im Nationalsozialismus, den Erich Potthoff aus der Sicht des Zeitzeugen verfasst hat, findet er sehr erhellend, zumal es nicht viel Literatur zu dem Thema gibt. Lediglich die Darstellung der Geschichte des Rechnungswesens bezeichnet er als "Enttäuschung". Hier habe sich der Autor allzu sehr an der Vorgabe orientiert, seinen Beitrag anhand der Verlagsgeschichte auszurichten, moniert der Rezensent. Ebenso bemängelt Nöcker, dass das Thema "Unternehmensbewertung" nirgends, nicht einmal im Register, auftaucht. Dennoch alles nur "kleine Mängel" in einem insgesamt empfehlenswerten Buch, befindet der Rezensent abschließend.
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