Aus dem Spanischen von Stefanie Gerhold. Als der Bischof Fulgencio Putucàs 1952 aus Lateinamerika nach Spanien kommt, um in Barcelona an einem eucharistischen Kongress teilzunehmen, wird er von einer Gastfamilie respektvoll aufgenommen. Doch in seinem Heimatland findet ein Militärputsch statt, und Putucàs kann nicht mehr nach Hause - in Barcelona gestrandet, macht er eine kuriose Wandlung durch. Er hilft im Haushalt der Familie und ist bald nicht mehr der ehrwürdige Mann der Kirche, sondern einfach Fulgencio. Dann aber geht er immer öfter auf Sauftour und ist eines Tages verschwunden. Erst Jahre später taucht er wieder auf, und erneut hat er sich komplett verändert. Ein vergnüglicher Roman über die Bilder, die wir uns voneinander machen, und die Überraschungen eines Lebens.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2015
Belanglos findet Kersten Knipp Eduardo Mendozas Erzählung. Als katalanisch-lateinamerikanische Variante des "Kleider machen Leute"-Motivs scheint ihm der Text zunächst noch charmant. Doch dann merkt der Rezensent, dass Mendoza mit seinem Text über einen bigotten Priester auf Abwegen in ein fremdes Milieu der alten Tradition der Priesterkritik keinen Deut hinzuzufügen vermag. Eine biedere Fabel über Eigen- und Fremdwahrnehmung, meint Knipp.
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