Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.11.1999
Ein weiteres Buch zu den Stichwörtern Globalisierung, Deregulierung und Kapitalismus. Nils Röller fühlte sich durch die Lektüre offensichtlich angeregt. Mit Sympathie zeichnet er Luttwaks Argumente für eine behutsame Eingrenzung des durch die neuen Technologien entfesselten "Turbokapitalismus" nach, der ja durchaus auch positive Folgen habe, aber zugleich zu einer immer weiter auseinander klaffenden Schere zwischen Arm und Reich mit vielen politischen Risiken führe. Mit Erstaunen vermerkt Röller, dass ein Autor wie Luttwak - der Sohn eines Unternehmers, der dem Kapitalismus viel Gutes abgewinnen kann - heute mit Argumenten aufwartet, die einst von Linken entwickelt wurden - während sich die offiziellen Linken von Blair bis Schröder zu rückhaltlosen Anhängern der Deregulierung entwickelt hätten.
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