Hier verhandelt der Autor seine Kindheit, die er im Vorschulalter in einer ungarisch geprägten Region von Siebenbürgen, im sogenannten Szeklerland, verbracht hat, wo viele Weichen für sein späteres Welt- und Menschenbild gestellt wurden. Eltern, Großfamilie und Freunde, Verwandte und Nachbarn, Arbeiter und Beamte der lokalen Eisenwerke, Dienstboten, Gassenjungen und angehimmelte Mädchen sowie vor allem der zweieinhalb Jahre jüngere Bruder Kurtfelix bevölkern und beleben den bunten Alltag, den der Autor anhand von Erinnerungen und Familienfotos nachzeichnet und literarisch gestaltet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2023
Als "kulturellen Tauchgang" in eine von verschiedensten Sprachen und Kulturen geprägte Region liest Rezensent Elmar Schenkel diesen neuen Band des Siebenbürger Sachsen Eginald Schlattner, der heute neunzig Jahre alt wird. Über das Deutsche und das Rumänische, die ihn geprägt haben, hat er schon viel geschrieben, weiß Schenkel, jetzt steht das Ungarische im Vordergrund dieser Geschichte eines Menschenlebens in den Wirren der rumänischen und besonders rumäniendeutschen Geschichte. Schlattner, nicht nur Schriftsteller, sondern auch Pfarrer, hat seine Heimatregion in den 1990er Jahren dem großen Exodus Richtung Deutschland ausgesetzt gesehen und sich entschieden, zu bleiben und sich auch literarisch für Versöhnung und interkulturelle Kommunikation einzusetzen. Das merkt der Kritiker auch diesem Buch an, das zwar mit seinen Erinnerungen manchmal etwas formelhaft wirkt, aber dennoch ein wichtiges Beispiel für die Suche und das Verständnis des "Fremdartigen in der Vergangenheit" ist, lobt der Kritiker.
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