Regelrecht durchgequält hat sich Detlef Kuhlbrodt durch dieses Buch, das ausschließlich aus offiziellen Dokumenten besteht: Briefe an Politiker (Gorbatschow, WeizsÄcker, Kohl, Stolpe) aus den vergangenen zehn Jahren oder juristische Erklärungen, die zur Entlastung in eigener Sache dienten. Vermutlich "das langweiligste Buch der Welt", befindet Kuhlbrodt. Und vermutlich auch das Überflüssigste, denn folgt man Kuhlbrodts Argumenten, werden diejenigen, die Krenz' Verurteilung für einen Akt der Siegerjustiz halten, nach der Lektüre kaum anderer Meinung sein, und die anderen das Buch ohnehin nicht anrühren, da ihm neue Argumente oder neue Erkenntnisse völlig abgehen. Bleibt am Ende nur die Frage, was Kuhlbrodt erwartet hat? Dieses nette Zitat? - "Ich bin für ein geschichtlich korrektes, menschlich aber auch verzeihendes Zurücklassen unserer Fehler und Schwächen". So Krenz an Gorbatschow.
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