Aus dem Isländischen von Kristof Magnusson. Winter 1956, ein isländischer Trawler liegt vor Neufundland auf stiller See. Zweiunddreißig Mann sind an Bord, das Wetter ausgezeichnet. Keiner ahnt, dass die Harmonie innerhalb von Minuten in ein monströses, traumatisches Szenario umschlagen wird: Ein Sturm kommt auf, das schwere Schiff ist plötzlich von Eis überzogen, droht zu bersten und in den unbändigen Wellen zu versinken. Notrufe anderer Schiffe laufen ins Nichts, niemand scheint eine Chance zu haben. Es ist ein erbitterter Kampf um Leben und Tod.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.02.2022
Voll Spannung liest Rezensent Rudolf von Bitter diesen Roman des isländischen Autors Einar Kárason. Er erzählt von einer Gruppe Seemännern, die 1959 einem tagelangen Unwetter ausgesetzt sind und ums Überleben kämpfen. Vor dieser "existenziellen Grenzsituation" heraus liest sich der Rezensent durch eine Geschichte über Männerzusammenhalt, Solidarität und die Arbeitsbedingungen der isländischen Gesellschaft. Aber auch wie Karason die stürmische See beschreibt, geht dem Rezensenten unter die Haut.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.01.2022
Rezensent Matthias Hannemann nimmt Einar Karasons kleinen Roman wie einen scharfen Schnaps zu sich. Mitten hinein in das historisch verbürgte Drama eines vereisten Trawlers im Sturm vor Island und das Leid seiner namenlosen Besatzung führt ihn die schnörkellos erzählte Handlung. Dass die Figuren wie Stellvertreter für alle Fischer der Welt erscheinen, macht die Geschichte nicht weniger dramatisch, verspricht Hannemann. Vor allem der Detailreichtum, mit dem Karason den Überlebenskampf der Männer schildert, macht den Text für den Rezensenten so faszinierend, die Lektüre so atemlos.
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