Gudrun Eva Minervudottir

Der Schöpfer

Roman
Cover: Der Schöpfer
btb, München 2011
ISBN 9783442752546
Kartoniert, 304 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Sveinn hat sich der Kunst verschrieben, lebensgroße Sexpuppen aus Silikon herzustellen. Die Kunsthochschule hat er vor Jahren abgebrochen, nun widmet er seine gesamte Zeit seinen Geschöpfen und dem Ziel, sie möglichst perfekt zu gestalten. Da bleibt eines Tages Loa mit einer Reifenpanne direkt vor seiner Haustür liegen. Er bietet ihr seine Hilfe an und bittet sie herein. Loa ist alleinerziehende Mutter zweier Töchter und hat eigentlich nur einen Gedanken: möglichst schnell wieder nach Hause zu kommen. Vorher höchstens noch ein Gläschen Wein. Völlig erschöpft schläft sie wenig später auf Sveinns Sofa ein. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, stößt sie zufällig auf Sveinns Werkstatt und die Puppen. Seltsam fasziniert, packt sie eine davon in ihr Auto und setzt damit eine Kette unvorhergesehener Ereignisse in Gang.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2012

Kalt gelassen hat Tomasz Kurianowicz die Geschichte um einen Sexpuppen bastelnden Melancholiker und eine hysterische Mutter, die Gudrun E. Minervudottir in ihrem Roman erzählt. Nicht nur bleiben die beiden Hauptfiguren in seinen Augen bis zum Schluss unvereinbar, auch für sich genommen bleibt zumindest einer der beiden Charaktere für Kurianowicz konturlos. Die sich in inneren Monologen ergehende psychologisierende Sprache der Autorin, ihr Zynismus, erklärt der Rezensent, vermag durchaus einzelne gelungene Szenen hervorzubringen. Den Text als Ganzes scheint das jedoch nicht retten zu können.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 06.10.2011

Island verpflichtet, und so stellt uns Ijoma Mangold die Autorin Gudrun Eva Minervudottir in einem kurzen Porträt als sehr eigenwillige und natürlich elfengläubige Persönlichkeit vor. In ihrem Roman erzählt sie, wie Mangold uns informiert, eine typische Pygmaliongeschichte, von einem Außenseiter, der sein Geld verdient mit handgefertigten Sexpuppen verdient. Ein Roman also über Einsamkeit, Enttäuschung und Weltflucht, den Mangold ebenso freundlich wie unverbindlich als "süffig" lobt.
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