Mit den Schlachten am Bergisel 1809 ist Andreas Hofer in die Rolle des Landesvaters geschlüpft - und wurde nach seiner Hinrichtung in Mantua zum Tiroler Mythos erhöht. Bis heute, 200 Jahre später, sind Hofer und die Helden des "großen Tiroler Freiheitskampfes" in verschiedenen Gestalten und Inszenierungen lebendig: als Bewahrer des unteilbaren, katholischen Tirol, als Retter der deutschen Nation oder als Verkörperung des beharrlichen Widerstandes gegen jede Anpassung und Unterwerfung. Den verschiedenen Inszenierungen rund um die Gestalt Andreas Hofers geht Ekkehard Schönwiese auf die Spur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.12.2009
Stephan Steiner hat zum Jubiläumsjahr gleich drei Bücher rund um den Freiheitskampf in Tirol und seinen Protagonisten Andreas Hofer gelesen. Der Theaterregisseur Ekkehard Schönwiese nimmt sich den "Inszenierungen" des historischen Geschehens in der Gedenkkultur an, und wenn seine polemischen Angriffe beispielsweise auf die "unfreiwillig komischen" Schützenvereinsfeiern auch mitunter selbst etwas "provinziell" wirken, wie Steiner findet, so ist ihm dieser Einspruch gegen das "historische Getue" doch sehr willkommen.
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