Cindy ist hörgeschädigt und hat deswegen oft mit Missverständnissen zu kämpfen; auch bei Freundschaft und Liebe. Witze, Klatsch, Gerüchte - natürlich interessiert sich Cindy dafür, was abgeht in der Klasse. Schließlich will sie mitreden können. Und wenn sie mal etwas verpasst, dann erfährt sie eben von ihrer Banknachbarin Tabea, was los war. Denn Cindy besucht zwar ein normales Gymnasium, hört aber kaum etwas - sie ist hörgeschädigt. Bisher ist sie damit gut zurechtgekommen, doch in letzter Zeit erzählt ihr Tabea irgendwie nichts mehr und grenzt sie richtiggehend aus. Da erscheint eine neue Mitschülerin, Aline, und verursacht gehörigen Wirbel in Cindys Leben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.05.2005
Barbara von Korff Schmising gefällt die Balance, die der Autorin Elisabeth Gänger mit diesem Buch über ein hörgeschädigtes Mädchen gelingt. Wie die Rezensentin berichtet, ist die Autorin selbst Mutter einer hörgeschädigten Tochter, kennt die damit verbundenen Probleme also nur zu gut. Auch wenn es im Kern ein Buch über die Einsamkeit (und deren Überwindung) ist, so ist der Tonfall doch kein larmoyanter, die Protagonistin ist kein Aschenputtel. Ihre Sprache und Weltsicht "bewegt sich zwischen Sachlichkeit und übertreibender, ironischer Metaphorik". Dazu hat sie auch noch ein Menge interessanter Beobachtungen über ihre oft rücksichtslosen Mitschüler in einem integrativen Schulprojekt mitzuteilen: "Cindys Urteile über Lehrer und Mitschüler wirken oft so treffend, als verriete sich der Mensch weit mehr durch Körpersprache als durch Worte."
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