Dreiundfünfzig Sternstunden einer Großstadt-Kindheit um 2000 versammeln die hier in Buchform präsentierten Texte von Elisabeth von Thadden. Sie berichten sie vom Irrsinn und Glück der Kinderaufzucht in den Käfigen kleiner Großstadtwohnungen der Jetztzeit. Die Autorin hat dieses Glück über drei Jahre im Selbstversuch genießen dürfen. Während dieser Zeit arbeitete sie, nach eigenen Worten, "aus familiären Gründen als Kolumnistin für die Berliner Zeitung".
Angelika Ohland lobt den Humor dieses Buchs. Sie ist beeindruckt, dass eine Feministin - "unter denen ja immer noch bemerkenswert wenige Mütter sind" - über diese Eigenschaft verfügt. Von Thadden schimpft nicht über die Männer, sie ist auf "etwas verquere Art" ganz zufrieden mit ihrem Leben und betätigt sich daneben als Soziologin, die ihre Studien auf einem Kinderspielplatz oder beim Einkaufen betreibt. Daraus sind die Kolumnen entstanden, die erst in der Berliner Zeitung gedruckt wurden und jetzt für diesen Band zusammengestellt worden sind. Hätten sich die Feministinnen mehr auf "den Humor, das Praktische und das Soziale" eingelassen, "sie stünden heute nicht so abseits da", meint die Rezensentin.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…