Fran Lebowitz

New York und der Rest der Welt

Cover: New York und der Rest der Welt
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2022
ISBN 9783737101431
Gebunden, 352 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Von Andy Warhol entdeckt, als Stilikone und Talkgast verehrt, ist Fran Lebowitz in den USA eine Kultfigur. Mit der Netflix-Serie "Pretend It's a City" ihres Freundes Martin Scorsese wird sie derzeit weltweit gefeiert. Lebowitz' Ruhm begründet aber hat ihr Schreiben, das sie als ebenso aufmerksame wie weise Beobachterin der Menschen und ihres Alltags zeigt. Vielleicht kann nur die Welthauptstadt New York so eine Beobachtungsgabe hervorbringen. Denn alle unsere Fragen und Probleme - Selbstoptimierung, Körperkult, Kindererziehung, unbezahlbare Wohnungen, Eitelkeit und gnadenlose Angeberei als Karrierebooster etwa - sind dort schon immer so virulent wie heute überall: "Ein Salat ist keine Mahlzeit. Es ist eine Haltung."

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 30.03.2022

Rezensentin Eva Hepper hat Spaß mit den gesammelten Magazin-Texten von Fran Lebowitz. Dass die kurzen Geschichten aus den 70er und 80ern stammen, merkt man ihnen kaum an, versichert die Rezensentin. Ob Lebowitz über Miniaturapartments schreibt, übers Rauchen, Reisen, Haustiere, Fitness oder den Friseur, fast immer kann die Leserin die Beobachtungsschärfe, Pointensicherheit und gnadenlose Komik der Autorin bewundern, meint Hepper. Manchmal wird es auch richtig böse, warnt Hepper.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.03.2022

Die Kolumnen der "Stand-Up-Essayistin" Fran Lebowitz machen Rezensentin Susan Vahabzadeh "immer noch Spaß", auch wenn sie überwiegend aus den Siebziger- und Achtzigerjahren stammen. Sie zumindest lässt sich gerne ins New York der Vergangenheit katapultieren, als Rauchen im Flugzeug noch erlaubt war, und genießt den "sardonischen" Humor der Komikerin, der immer auch ein bisschen "Sozialstudie" sei und vor allem offenlege, was Lebowitz alles nicht gefällt: zum Beispiel nörgelnde Millionäre, Beauty-Standards im ihr verhassten L.A. oder selbstgefällige Designerhandtaschen - im Grunde ein umgekehrter Ratgeber, meint die Kritikerin. Manche Witze wie die über Erica Jong würden "Nachgeborenen" vermutlich nicht mehr allzu viel sagen, vermutet sie, aber Lebowitz' Humor funktioniere insgesamt trotzdem sehr gut. Schade, dass die Essayistin schon so lange nicht mehr schreibt, findet Vahabzadeh.

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