Hanna ist hin- und hergerissen: Einerseits findet sie diesen Steffen, den allen nur Cool nennen, ganz toll, andererseits stört er ständig den Unterricht, piesackt die Mädchen und macht Schwächeren das Leben zur Hölle. Was geht nur in diesem Jungen vor? Mama meint, man muss Mitleid mit Steffen haben, aber das sieht Hanna ganz anders.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Zöller schildert die Hilflosigkeit, die die Klasse und Lehrerin angesichts des Klassen-Kings empfinden, vor dem alle kuschen und der alle im Griff hat. Der Rezensent Helmut Martin-Jung hebt besonders hervor, welche Möglichkeiten die Schülerin Hannah und ihre Klasse durchspielen, um diesen "Coolman" ein Kontra zu geben. Das fängt damit an, dass man sich beispielsweise auch mal trauen könnte, einfach "nein" zu sagen. Zöller deute aber auch die Hin- und Hergerissenheit Hannahs zwischen Hass, Mitleid und Sympathie mit dem Klassen-King an, der - wie die Autorin andeute - unter einem Mangel an Zuwendung seitens der Eltern zu leiden hat.
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