Aus dem Amerikanischen von Barbara Imgrund. Maia Tamarin träumt davon, die beste Schneiderin des Reiches zu werden. Sie lernt diese Kunst von ihrem Vater und ist sehr begabt, aber als Mädchen ist ihr die Ausübung dieses Berufes untersagt. Als der Kaiser einen Wettbewerb um den Posten des Hofschneiders ausruft, fasst sie einen gewagten Plan: Verkleidet als Junge reist sie unter dem Namen ihres Bruders an den Hof, um für ihren Traum zu kämpfen. Unter den zwölf Schneidern, die sich bewerben, herrscht hohe Konkurrenz, das Leben am Hof ist von Intrigen bestimmt - und keiner darf Maias Geheimnis erfahren, denn dann erwartet sie der Tod. Doch schon bald zieht sie die Aufmerksamkeit des geheimnisvollen Magiers Edan auf sich: Er scheint ihre Verkleidung zu durchschauen. Und Maia braucht seine Hilfe, um die schier unmögliche letzte Aufgabe des Wettbewerbs zu erfüllen: Sie muss drei magische Kleider für die kaiserliche Prinzessin nähen, die aus Elementen der Sonne, der Sterne und des Mondes gewirkt sind. Zusammen mit Edan begibt sich Maia auf eine gefährliche Reise, die sie fast alles kostet, was ihr lieb und teuer ist …
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.09.2020
Rezensentin Nora Noll liest gerne Elizabeth Lims Fantasy-Märchen über eine talentierte Schneiderstochter, die im königlichen Näh-Wettbewerb mutig gegen Männer antritt und andere Abenteuer erlebt. Dabei dürfe die Heldin ihre Fähigkeiten auch zum Wohle anderer einsetzen, lobt Noll und staunt über Lims konsequente (wenn auch stellenweise etwas gesuchte) Textil-Metaphorik. Die Romanze zwischen der jungen Heldin und einem 500-jährigen Zauberer findet Noll zwar etwas überholt, sie verspricht aber insgesamt eine genüssliche Lektüre.
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