Elizabeth Pich

Fungirl

Cover: Fungirl
Edition Moderne, Zürich 2024
ISBN 9783037312636
Kartoniert, 256 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Christoph Schuler. Elizabeth Pichs Figur "Fungirl" ist vor allem eins: unberechenbar. Fungirl ist eine perspektivlose junge Frau, die ihre Tage zu Hause damit verbringt, zu masturbieren, Take-away-Pizza zu essen und alte Sitcoms zu schauen. Sie rennt von einer Affäre zur nächsten und ist hemmungslos und extrem in allem, was sie macht. Ihr neuer Job bei einem Bestattungsunternehmen bringt neues Chaos - ihr Leben ist eine Abfolge von absurden, politisch inkorrekten, slapstickartigen Situationen. Mit Becky, ihrer Mitbewohnerin und Ex-Freundin, sowie Beckys Freund Peter erlebt Fungirl skurrile Abenteuer voller Alkohol, Sex und Humor. Ihr Verhalten ist unangebracht, vulgär, opportunistisch und trotzdem (oder gerade deswegen) überraschend menschlichund charmant.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.04.2024

Nichts für "prüde Gemüter" ist das Comic "Fungirl" der deutsch-amerikanischen Zeichnerin Elizabeth Pich, meint Rezensentin Stephanie Caminada, deshalb gab es in den USA auch schon Skandale deswegen - Coca-cola, weiß die Rezensentin, zog sich als Sponsor des "Gratis-Comic-Tags" zurück, weil die Protagonistin des Comics in eine,Bild einen Umschnalldildo trug. Damit ist schon viel über diese Figur gesagt: Fungirl ist laut und vulgär, kompromisslos und pfeift auf jegliche Konvention, so die Kritikerin. Bei Pich kann man dieser frechen Figur dabei zusehen, wie sie ins "Emoji-Ministerium" geht, um ein "Vulva-Emoji" zu beantragen, ihren im Gegensatz zu ihr sehr sensiblen Freund Peter beschützt und sich lauthals dem Patriarchat entegenstellt. Manchmal kippt das auch ins Makabre, Nacktszenen gibt es durchaus auch - die werden aber, so Caminada, durch den künstlerischen Stil "kontrastiert". Der Rezensentin gefällt dieses liebenswerte Chaos-Girl in knallbunten Farben sehr gut, vor allem, weil es neben all dem abgedrehten Humor auch eine ernste Seite gibt, denn wie jede sehnt sich auch Fungirl nach Geborgehnheit.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 07.03.2024

Endlich gibt es diese vulgär-lustigen Comics auch auf Deutsch, freut sich Rezensentin Jule Hoffmann über Elizabeth Pichs lustige Heldin "Fungirl." Deren Hobbies sind Rumlungern und Masturbieren. Eine Karriereberaterin bezeichnet sie als "Versagerin", aber sie erlebt auch eine Menge absurder Abenteuer, so Hoffmann. Beispielsweise bewirft sie einen Burschi mit ihrem Menstruationsblut, was zwar sehr plakativ, aber auch sehr spaßig ist, freut sich die Kritikerin. Auch die Reminiszenzen an Snoopy oder Tim und Struppi machen Hoffmann Spaß. Makaber wird es, wenn die Protagonistin ihrem Job als Bestatterin nachgeht und neben den Leichen ihr Brot verspeist - alles Geschichten, die in ihrer Freiheit so nur im Medium Comic möglich sind, ist sich die angetane Kritikerin sicher.

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