Aus dem Tschechischen von Mirko Kraetsch. Ein Spaziergang durch Prag abseits der Touristenrouten, mit Stationen in Kneipen der städtischen Peripherie, bildet den Rahmen für ein dem Rhythmus des Gehens angepasstes, abwechslungsreiches Gespräch zwischen Vater und Sohn. Die unterschiedlichen Lebenserfahrungen der beiden Intellektuellen treffen aufeinander und verdichten sich zu einem Privates und Öffentliches verspinnenden Gedächtnismosaik rund um die bunte Familiengeschichte, um eine gemeinsame Leidenschaft Flugzeuge und natürlich ein zentrales Männerthema: die Frauen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.01.2011
Jörg Plath ist ganz angetan von Emil Hakl s Novelle um einen alten und einen jungen Mann, Vater und Sohn, die durch Prag spazieren, Bier trinken und miteinander plaudern. So locker die Unterhaltung - Themen sind Gott und die Welt, Familiengeschichte, Frauen, Bier, Schnaps, Hämorrhoiden, eigentlich alles - daher kommt, ganz unbekümmert scheint sie ihm nicht. Denn der Sohn kann die ewig gleichen Sprüche des Vaters nicht mehr ab, schluckt aber seinen Ärger tapfer herunter. Etwas unklar bleibt dem Rezensenten, "womit genau man es bei diesem kleinen Buch eigentlich zu tun hat". Doch diese Ungewissheit schmälert für ihn das beachtliche Lesevergnügen dieser mitunter grotesk komischen und letztlich philosophischen Unterhaltung von Vater und Sohn in keiner Weise.
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