Aus dem Französischen von Martin Budde. Ende Juli 1986 begleitet Didier Lefevre als Fotograf eine Equipe der Organisation Ärzte ohne Grenzen nach Afghanistan, mitten im Krieg zwischen der Sowjetunion und den Mudschaheddin. Diese Arbeit, die mittels Fotografien und Zeichnungen individuelle Schicksale und Weltpolitik miteinander verbindet, erzählt von den Bemühungen einer engagierten Gruppe Menschen, die wieder aufzubauen versuchen, was andere zerstört haben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.03.2008
Der begeisterte Christoph Haas preist den jetzt auf Deutsch vorliegenden ersten Band eines Afghanistan-Comics, den der Fotoreporter Frederic Lemercier mit den Zeichnern Emmanuel Guibert und Frederic Lemercier verfasst hat. Der Band dokumentiert eine 1986 unternommene Reise Didier Lefevres mit den "Ärzten ohne Grenzen" nach Afghanistan. Schwarz-weiße Bilderstrecken der Fotoreportage werden kombiniert mit sparsam kolorierten Zeichnungen und schaffen so ein völlig neues " Seherlebnis", das zugleich durch seine "Humanität" berührt, schwärmt Haas. Durch diese ungewöhnliche Zusammenstellung derart unterschiedlicher Medien entstehe eine faszinierende "Spannung", lobt der Rezensent, der es besonders erfreulich findet, dass der Band auch ein Afghanistan jenseits der heute dominierenden Wahrnehmung von Terrorismus und Unterdrückung der Frauen zeigt.
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