Aus dem Türkischen von Johannes Neuner. Mürrisch, kompromisslos wie und eh je und nach dem Tod seiner Tochter auch vollkommen wortlos ist der Hauptkommissar Behzat Ç. auch in "verschütt gegangen" unermüdlich im Einsatz, widersetzt sich den Gepflogenheiten des türkischen Polizeiapparats und pflegt seine Vorliebe für Alkohol und Zigaretten. In dem neuen Krimi von Emrah Serbes begeben sich der desillusionierte Polizist und seine Kollegen von der Mordkommission Ankara auf die Spur eines Serienmörders, der die Polizei nach jedem Mord über die Grabstätte der Opfer informiert. Behzat Ç., der sich mit dem Mörder nicht nur den Psychologen, sondern auch einige andere Wesenszüge teilt, buddelt sich mit seinem Team durch die türkische Hauptstadt, hinkt dem Täter aber trotzdem immer einen Schritt hinterher.
Im Perlentaucher:
Ströme des Todes
Behzat Ç. ist Leiter der Mordkommission in Ankara. Er säuft, prügelt und flucht, ist geschieden und liebt geschiedene Frauen. Behzat Ç. ist mit anderen Worten der Albtraum des Tayyip Erdogan - und die TürkInnen liegen ihm zu Füßen. Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.08.2012
Sehr freundlich nimmt Sylvia Staude diesen Ankara-Krimi des 1981 geborenen Autors Emrah Serbes auf, der ihrer Darstellung zufolge recht geschickt auf der Klaviatur der Gefühle spielt. Zum einen brachte die Geschichte um den schweigenden, aber recht rauflustigen Kommissar die Rezensentin immer wieder zum Lachen, während sie ihr gleichzeitig aufs das Herz zerriss, weil eben dieser Kommissar nicht mehr spricht, weil er den Tod der Tochter nicht verwunden hat. Und auch die tragische Geschichte des gesuchten Serienmörders nimmt die Rezensentin ganz schön mit. "Höchst angenehm" war ihr das.
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