Marty kann es einfach nicht lassen: Diesmal will er Tim das Fürchten lehren. Die Familie verbringt die Sommerferien in einem Wohnmobil an der Küste, ganz in der Nähe der Felsen, die vor Hunderten von Jahren Piraten als Lager dienten. Und jeden Abend quält Marty seinen Bruder mit schaurigen Geschichten um den grausamsten und gemeinsten Piraten aller Zeiten: Captain Crow. Der soll, obwohl schon lange tot, noch heute von Zeit zu Zeit über die Felsen wandeln, auf der Suche nach einem neunjährigen Schiffsjungen, der ihm vor bald 300 Jahren eine fürchterliche Schmach zugefügt hat. Natürlich fühlt sich Tim sofort angesprochen, Alter und Körpergröße stimmen haargenau überein. Eines Nachts passiert es: Nicht nur, dass Tim in der Kinderdisko dieses idiotische Schiffsjungenkostüm gewonnen hat, nein, er muss damit zu nachtschlafender Zeit die Abkürzung über die Felsen nehmen. Da ertönt ein markerschütternder Schrei.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2006
Dem Rezensenten Stephan Schwarz gefällt dieses Kinderbuch von Eoin Colfer, mit dem der Autor seiner Meinung nach langsam aber sicher eine Tim-Reihe begründet. Der junge Protagonist taucht nämlich schon ein zweites Mal auf. Die Dramaturgie stimmt nach Schwarzs Meinung ebenso wie der Humor. Auch der Umstand, dass die pädagogischen Anliegen dezent aufbereitet werden, freut den Rezensenten. Zudem gefällt ihm, dass der "immer unterschätzte kindliche Sinn für Ironie" bemüht wird. Ebenso angetan hat es Schwarz die Arbeit des "vorzüglichen" Illustrators Tony Ross.
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