Erich Salomon

Mit Frack und Linse durch Politik und Gesellschaft

Fotografien 1928-1938
Cover: Mit Frack und Linse durch Politik und Gesellschaft
Schirmer und Mosel Verlag, München 2004
ISBN 9783829600323
Gebunden, 172 Seiten, 49,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Janos Frecot für die Berlinische Galerie. Mit Texten von Helmuth F. Braun, Wolfgang Brückle, Ulrich Domröse, Janos Frecot, Simone Ladwig-Winters, Susanne Lange, Claudia Schmölders und Bernd Weise. Mit 199 Duotone-Fototafeln.
Erich Salomon ist der fotografierende Geschichtsschreiber des Karussells von internationalen Konferenzen und Treffen, mit dem die Politiker der bürgerlichen deutschen Parteien versuchten, nach Erstem Weltkrieg und Weltwirtschaftskrise, eine neue, stabile politische Ordnung und den Ausgleich mit Deutschlands Nachbarn herbeizuführen, bevor diese Versuche unter dem Terror von Hitlers Horden zerschellten. Salomon ist nichts weniger als der erste Berliner Bildberichterstatter dieser ersten deutschen Republik, die mit den Worten "Weimarer Republik" nur unzureichend und zudem in der Regel herabsetzend bezeichnet wird. Sein fotografisches Oeuvre, soweit es den Krieg überstand, wird heute in der Berlinischen Galerie bewahrt und gepflegt.
Der vorliegende Bildband, der unter der Leitung von Janos Frecot von einem Berliner Autorenteam zusammengestellt und kommentiert wurde, ist die erste große Salomon-Monografie. Sie enthält seine bedeutendsten Bilder aus den ersten fünf Jahren seiner großen Berliner Zeit sowie die, aus den durch die erzwungene Emigration entstandenen, Bilder seiner internationalen Reportagen bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Elf Jahre lang hatte Erich Salomon, der gebürtige Berliner, über gesellschaftliche, kulturelle und politische Ereignisse für die aufkommenden großen illustrierten Magazine in aller Welt berichtet. Mit seiner Erfindung der 'candid camera' hat er nicht nur Journalismusgeschichte, sondern auch Zeitgeschichte geschrieben. Salomon hat Bilder der mittel- und westeuropäischen politischen und gesellschaftlichen Kultur der 30er Jahre für uns bewahrt, bevor diese von Hitler unwiederbringlich zerstört wurde.

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