Deutsch/englische Ausgabe. Mit einem Text von Hanne Holm-Johnsen. Axel Hütte ließ sich weder durch Kälte, Wind noch Wetter abschrecken und zog nordwärts. In Alaska, Grönland, Island und Norwegen entstanden die Aufnahmen seiner jüngsten Serie. Den blauschimmernden Gletschern, vereisten Ebenen und magisch weißen Horizonten des Nordens stellt Hütte in diesem Buch die grüne Üppigkeit südlicher Wälder und subtropischer Dschungel gegenüber. Ein Kontrastprogramm, das nur die Fotographie leisten kann. Vor den Urwäldern der südlichen Hemisphäre musste die Malerei kapitulieren, es sei denn, man holte sich Anregungen aus dem heimischen Botanischen Garten wie der Zöllner Rousseau.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.05.2006
Geradezu ins Schwärmen gerät Rezensentin Andrea Gnam beim Betrachten des neuen Fotobands von Axel Hütte. Die Aufnahmen des Fotografen dokumentieren für sie die überwältigende Schönheit nicht nur der eisigen Schneelandschaften des Nordens, sondern auch der üppigen Vegetation der Regenwälder des Südens. In den kontrastierenden Prinzipien von Zurücknahme und Fülle erkennt sie die Pole, die Hüttes Fotografien bestimmen. Doch egal, ob Norden oder Süden, ob Strenge und Kargheit oder wucherndes Übermaß - Gnam ist vom sinnlichen Reiz der Bilder regelrecht hingerissen, auch wenn das Auge vom Gebotenen manchmal sogar ein wenig überfordert ist. Lobend äußert sie sich auch über den instruktiven Essay von Hanne Holm-Johnsen.
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